Die schmuckvolle Rokoko-Fassade, die spitzbogigen Arkaden und die stattlichen Gewölbe laden zum Blick auf vergangene Zeiten. Das Anwesen beinhaltet seit der Grundsteinlegung fast alle kunstgeschichtlichen Epochen von der Romanik über Gotik und Barock bis hin zur Moderne.
Nicht nur die Baugeschichte weckt historisches Interesse. Auch die 450-jährige Geschichte der Eigentümer verlief mit zahlreichen Höhen und Tiefen abwechslungsreich und repräsentativ für die Rosenheimer Stadtgeschichte.
Zwei Familien haben das Haus über Jahrhunderte geprägt: Franz Joseph Santa aus Bozen, der das Anwesen 1782 als Weinhändler erwarb, und die Familie Fortner, die es von 1836 bis 1982 über mehrere Generationen bewirtschaftete und dem Haus seinen heutigen Namen gab.
Der Max-Josefs-Platz – früher als innerer Markt und Schranne bekannt – gilt heute mit seiner Fußgängerzone als die „gute Stube“ der Stadt. Schon seit dem 16. Jahrhundert kamen Menschen aus Nah und Fern in dieses Haus. Die Reihe der illustren Gäste reicht von Herzog Maximilian I., der 1623 Kurfürst von Bayern und der Pfalz wurde, bis zum bayerischen Landesvater Franz Josef Strauß.
Mehr zur Geschichte: Die vollständige Dokumentation erschien als 80-seitiger Bildband. Zum Buch